Lasst euch von Verletzungen nicht aufhalten

01/12/2015

 

 

Nachdem ihr inzwischen ja täglich eure Mobility verbessert und jetzt auch noch besser gestärkt in den Tag startet, stehen körperlichen Bestleistungen nichts mehr im Wege. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis ihr euch alle für die CrossFit Games qualifiziert. 

 

Klingt plausibel, kämen einem da nicht immer wieder Steine in den Weg, wie Verletzungen und Krankheit. Aber keine Sorge, das wird kein langweiliger „Die Grippesaison schlägt zu“ - Artikel und wir erklären auch nicht, wie ihr den erste Hilfe-Kasten bedient. 

 

Stattdessen gibt´s wieder ein paar Praxistipps und Erfahrungsberichte. 

 

Wenn´s um Verletzungen geht, sollte man sich zunächst erst mal folgende Frage stellen: „Bist du verletzt oder tut es nur weh?“ (Im Englischen ist das geläufiger, da man hier zwischen „injured“ und „hurt“ unterscheiden kann). Tut es einfach nur weh, aber eigentlich ist nichts kaputt, dann ignorieren, durchziehen und bis zum nächsten Training passt das wieder. Beispiele wären aufgerissene Blasen an den Händen, Seitenstechen, Prellungen und die ganzen lästigen Schmerzen in diversen Muskeln, die das Training eben so mit sich bringt. Völlig anders sieht die Sache aus, wenn ihr euch wirklich verletzt habt. Kommt der Schmerz plötzlich und stark, hört ihr ein Reißen oder Ploppen, schwillt etwas schnell an oder wird blau (gemeint ist kein Hämatom das durch einen Schlag oder harten Kontakt entsteht, sondern wenn ihr beispielsweise umknickt und euer Fuß blau wird),oder könnt ihr Bewegungen schlichtweg nicht mehr ausführen, weil Gelenke blockieren oder Muskeln sich nicht mehr zusammenziehen lassen, dann seid ihr verletzt! Weitermachen hat jetzt keinen Sinn mehr und kann alles noch schlimmer machen, also das Workout abbrechen. Ich weiß, es wirkt wie eine Schande und kostet viel Überwindung, aber in dem Fall ist es OK ;). Die ersten Schritte zur Schadensbegrenzung sollten schnellstmöglich eingeleitet werden: Kühlen, wenn was zur Hand ist, schadet eigentlich nie, ebenso wie Hochlegen der entsprechenden Stelle und Kompression. Und dann keine Rücksicht auf den falschen Stolz nehmen und die Sache jemandem anvertrauen, der davon Ahnung hat. Bis jetzt gab´s ja im Grunde nichts Neues, darum kommen wir jetzt zu den Erfahrungsberichten. 

 

Wenn euer Arzt sagt, aufgrund der Verletzung müsst ihr euch schonen, dann hat er eventuell Recht damit. Aber schonen heißt jetzt nicht Netflix, Couch und Chips – ihr wollt doch auf schnellstem Wege wieder fit werden, nicht auf dem schnellsten Weg fett werden. Das klingt zwar hart, muss aber gesagt werden. Ihr habt so viele Tage hart gearbeitet, um auf euer Fitness-Level zu kommen, mit jedem Tag Verletzungspause fallt ihr wieder Schritte zurück. Was macht ihr also anstelle von zu Hause zu sitzen und frustriert auf der Stelle zu treten? - Ihr nutzt die Zeit, die ihr eigentlich für's Training nutzen würdet (und das sind ja täglich locker 2 Stunden), um aktiv an eurer Rehabilitation zu arbeiten. Das sieht natürlich je nach Verletzung unterschiedlich aus, deshalb gibt’s wieder einige Faustregeln: 

 

Alles, was ihr schmerzfrei bewegen könnt, bewegt ihr - Mobilisieren hilft beim Rehabilitieren. Wenn ihr in Bewegung seid, wird euer Gewebe besser versorgt und das hilft bei der Heilung. Wichtig ist, dass ihr darauf achtet, dass die Bewegung die Verletzung nicht reizt, also wenn möglich den Bewegungsapparat passiv bewegen. Massagen helfen auch beim Auflockern und Mobilisieren und solange nicht beide Arme verletzt sind, sollte das klappen. Und dann gibt’s da ja auch noch diese praktischen Blackrolls und diese wundervollen Lacrosse Bälle. 

 

Trainiert um eure Verletzung herum. Ausnahmsweise habt ihr jetzt einen triftigen Grund, um Isolationsübungen ins Training zu integrieren. Meist ist ja nur ein Gelenk oder ein Muskel betroffen, also könnt ihr mit Isolationsübungen alles drum herum weiterhin trainieren. Euer Knöchel ist verletzt -  schnappt euch ein Stretchband und trainiert euren Oberschenkel. Euer Knie ist verletzt – schnappt euch ein Stretchband und trainiert euren Unterschenkel... Ich denke ihr habt das Prinzip verstanden. Außerdem hilft es die nicht verletzte Körperseite zu trainieren. Wenn euer rechter Arm verletzt ist, solltet ihr ja mit links nach wie vor alles machen können. Der Trainingsreiz wirkt sich, wenn auch nur geringfügig, auf die zu schonende Seite aus und verhindert, dass diese zu schnell abbaut. 

 

Solange Rücken und Hüfte nicht betroffen sind, habt ihr jetzt endlich die Gelegenheit ausgiebig an eurer Körperspannung zu arbeiten. Davon profitiert ihr in jedem Fall sobald ihr eure Verletzungspause beenden könnt. 

 

Wieso kommt ein Bundesligaspieler nach einem Bänderriss in einem Bruchteil der Zeit wieder auf die Beine, die beispielsweise ein Hobbysportler aus der Buchhaltung benötigt? - Weil er den ganzen Tag nichts anderes macht als an seiner Genesung zu arbeiten. Und so solltet ihr die Sache auch sehen: Heilen ist harte Arbeit und nicht einfach nur Ausruhen. Und das geht direkt über in eine durchdachte Trainingsphase im Anschluss, in der ihr nach und nach wieder die volle Belastungsfähigkeit herstellt. Wer also denkt eine Verletzung wäre eine willkommene Gelegenheit sich mal eine Zeit lang gehen zu lassen und wenn alles wieder verheilt ist kann voll durchgestartet werden, der liegt leider völlig daneben. 

 

Als Fazit sollte also hängenbleiben: Seid ihr verletzt oder tut´s nur weh? - Keinen interessiert es, ob´s ein wenig zieht oder zwickt. Aber wenn ihr wirklich verletzt seid, dann nehmt es Ernst. 

Und eine Verletzungspause ist nach wie vor eine Trainingsphase, nur eben mit anderem Fokus. Rehabilitiert so gut ihr könnt und nutzt die Zeit, um an Schwächen zu arbeiten, damit ihr nach der unfreiwilligen Auszeit stärker zurückkommen könnt als davor.


Immer fit bleiben und niemals aufgeben!

Euer CrossFit Höllental-Team

 

 

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